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Wie eine Studie von Ernst & Young aus 2021 aufzeigte [[i]](https://tp24group.com/ch/de/blog/banken-kreditvergabe-nach-covid/#anchor), waren die Schweizer Banken in der Covid-Krise «nicht Teil des Problems, sondern Teil der Lösung». Sie hätten 2020 einen wichtigen Beitrag zur Krisenbewältigung geleistet. Als der Antragssturm auf COVID19-Kredite begann, waren diese für Ihre Kunden da und bearbeiteten die Anträge unkompliziert und zügig.

Auch heute wollen Banken selbstverständlich ihre Unternehmenskunden unterstützen, trotz der Probleme wegen der andauernden Negativzinsen und struktureller Ertragsprobleme ein wichtiges Kundensegment. Dass sie dabei nicht jeden Kreditwunsch bewilligen, ist auch verständlich, denn gerade in Zeiten eines erhöhten Margendrucks spielen Risikoabwägungen eine wichtige Rolle.

Das Bankengeschäft ist gegen Krisen nicht immun

Schweizer Banken müssen derzeit davon ausgehen, dass das historisch außerordentlich niedrigen Zinsniveau noch eine Weile anhalten wird. Warum ist das so? Die aktuelle Stärke des Franken macht es für die SNB attraktiv, auch weiterhin unter den Zinsniveaus von Euro und US-Dollar zu bleiben. Die EZB verzögert jedoch die Normalisierung ihrer Zinssätze, weil dies wegen der hohen Verschuldung vieler Euro-Staaten eine Rezession auslösen könnte.

Die Folge: Schweizer Banken können wahrscheinlich noch auf längere Sicht ihre Ertragsprobleme im lokalen Firmenkundensegment nicht über ein profitableres Zinsgeschäft lindern.

Der Druck auf die Kosten dürfte sich zudem verschärfen, wenn auch in der Schweiz die Inflation Tempo gewinnen sollte. Die Banken kämen dann nicht umhin, besonders margenschwächere Geschäftsbereiche einer genauen Prüfung zu unterziehen. In der Kreditvergabe könnte dies zu höheren Mindestbeträgen führen, ab denen eine individuelle Beratung sowie eine «tiefe» Kreditprüfung vertretbar wäre.

Das Risikomanagement ist weiter im Fokus

Unabhängig davon ist ein Kreditgeschäft ohne Risiken nicht möglich, eine gewisse Quote für Ausfälle und Wertberichtigungen ist immer eingepreist. Doch angesichts der aktuell geringen Margen im Zinsdifferenzgeschäft müssen die Banken ihre Risiken noch sorgfältiger managen.

Kann man nun auf Sicht der nächsten 1 bis 3 Jahre davon ausgehen, dass die Kreditausfälle nicht ansteigen? Weil Corona die Schweizer Wirtschaft strukturell geschwächt hat, kann man zumindest daran zweifeln.

Insbesondere viele kleine und mittlere Unternehmen, die ihre Umsätze hauptsächlich im Heimatmarkt generieren, haben heute weniger Rücklagen als noch vor zwei Jahren. Zudem müssen die Banken einkalkulieren, dass in Europa die Zinsen steigen und eine gesamteuropäische wirtschaftliche Abschwächung auch die Schweizer Wirtschaft leiden lassen könnte.

Und auch die Admin wird nicht weniger

Das Geschäft der Banken mit Schweizer KMU ist stark vom Hypothekargeschäft geprägt. Wer ein gutes Firmengebäude als Sicherheit stellen kann, bekommt leicht Finanzierungen für Investitionen oder Umlaufvermögen.

Kredite nur mit dem laufenden Geschäft abzusichern, fällt den Banken dagegen teilweise schwer. Der Aufwand für die Risikobewertung ist hoch und weitgehend vom Regulator vorgegeben, insbesondere die KYC-Vorschriften sind immer einzuhalten.

Großer Aufwand für ein relativ kleines Kreditvolumen bei geringer Marge und in unsicherer Wirtschaftslage – Unternehmensbetreuer müssen möglicherweise künftig häufiger gestehen, dass sie aktuell kein Kreditangebot unterbreiten können.

Wie Banken auch bei Kreditablehnung profitieren

Wenn eine Bank ein Unternehmen im Kreditgespräch frühzeitig auf Finanzierungsalternativen hinweist, wird die Beratung häufig als besonders fair und kundenorientiert wahrgenommen. Kann zum Beispiel eine Bank einen Kredit nicht selbst abbilden, so kann der Betreuer auf ein externes Angebot hinweisen, das den Interessen der Bank nicht entgegensteht:

  • Die Hausbankbeziehung bleibt bestehen, dennoch ist die angefragte Finanzierung möglich
  • Transparenz in der Beratung stärkt die Beziehungen nachhaltig
  • Die Liquidität des Kreditnehmers verbessert sich, wovon alle Seiten profitieren

Tradeplus24 als Finanzierungsbaustein

Eine Möglichkeit für eine kundenfreundliche Kooperation von Banken mit einem externen Finanzierungspartner bietet Tradeplus24. Wir sind Spezialisten für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen – mit der Besonderheit, dass wir uns neben allgemeinen Bilanzdaten auf den gestellten Rechnungen der Unternehmen konzentrieren. Ganz bewusst nehmen wir keinerlei Einfluss auf die Rechnungsstellung, Zahlungswege oder Bankverbindungen der Unternehmen und verlangen üblicherweise keine weiteren Sicherheiten.

Wir arbeiten ohne Amortisation und der Aufwand für unsere Kunden liegt meist unter 5min pro Woche. Die Unternehmen erhalten lediglich eine Kreditlinie, die sie völlig flexibel abrufen können, aber nie müssen. Damit stellen wir Liquidität immer dann zur Verfügung, wenn diese am meisten gebraucht wird.

[[i]](https://tp24group.com/ch/de/blog/banken-kreditvergabe-nach-covid/#anchor) EY Bankenbarometer 2021 „Resilienz“. Ernst & Young AG, im Internet https://www.ey.com/de_ch/banking-capital-markets/banking-barometer-2021-resilience

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