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Die große Bankenkrise von 2007/08 bewirkte eine wichtige Einsicht: Die Risikosysteme der Banken hatten ihre Schwächen. Als Folge müssen Banken und Versicherungen ihre Risiken genauer überwachen und generell mehr Kapital als damals vorhalten. Trotzdem bleibt die Sorge, dass auch die verbesserten Systeme von «externen Schocks» überrascht werden könnten.

Die veränderte Risikohaltung zeigt sich auch in dem «Bericht zur Finanzstabilität 2022» der Schweizer Nationalbank. Die SNB stellt darin fest, dass sowohl die internationalen Großbanken als auch die Inlandsbanken ihre Kapitalpuffer weiter ausgebaut haben. Im Bezug auf die Eigenkapitalausstattung stehen die meisten Schweizer Banken daher derzeit deutlich robuster da als vor 15 Jahren. Aber reicht das, um im aktuellen Umfeld die nötige Stabilität zu gewährleisten?  

Wie werden sich Banken verhalten, wenn eine schwere Rezession tatsächlich kommt?

Noch vor einigen Monaten haben Wirtschaft, Politik und Konsumenten hoffnungsfroh auf das Jahr 2022 geschaut. Jetzt gibt es Anlass für erhöhte Vorsicht. Die Stichworte kennen Sie: Öl- und Gaspreise schossen in die Höhe, der US-Dollar verteuerte sich, China schloss wegen Corona ganze Branchen, die Lieferketten funktionieren noch immer nicht wie noch vor 3 Jahren, die Inflation ist in den gestreckten Galopp übergegangen und die langfristigen Auswirkungen des Importembargos gegen Russland sind nur schwer abzuschätzen. Daneben erhöhen die Zentralbanken die Leitzinsen derzeit zügig, um die höchsten Inflationsraten seit 50 Jahren möglichst bald wieder einzufangen.

Selten waren so viele Gewitter auf einmal am Himmel zu sehen. Für die europäischen Unternehmen verteuern sich gerade so gut wie sämtliche Kostenfaktoren:

  • Rohstoffe
  • Energie
  • Baukosten, Werkzeuge und Maschinen
  • digitale Infrastruktur
  • Fahrzeuge und Transportkosten
  • Löhne
  • Zinsen
  • u.a.m. wie zum Beispiel Umweltauflagen

Selbst der Spielraum der Zentralbanken, den Unternehmen jetzt mit zusätzlicher Liquidität das Leben zu erleichtern, ist derzeit so klein wie lange nicht mehr. Genau jetzt, da sich die Schwierigkeiten kumulieren und gegenseitig aufschaukeln, belastet eine Anhebung der Zinsen die Realwirtschaft zusätzlich und erhöht das Rezessionsrisiko.

Banken sind verpflichtet, solche Risiken vorausschauend zu berücksichtigen. Kreditkunden sollten daher bereits heute bedenken, dass sich in den kommenden Monaten die Kreditvergabepraxis der Banken ändern wird. Das heisst zum Beispiel, dass Kreditinstitute

  • bei der Vergabe von Hypotheken einen höheren Eigenkapitalanteil fordern
  • Betriebsmittelkredite kritischer und länger prüfen
  • in die Zinssätze höhere Ausfallrisiken einpreisen
  • eventuell Kredite verwehren, die sie früher bewilligt hätten
  • schärfer auf die eigene Profitabilität achten, was insbesondere kleinere Kreditsummen zusätzlich verteuert.

Die gewachsene Unsicherheit führt bereits heute zu wachsender Vorsicht. So wie klugen Bergsteiger im Tal bleiben, wenn sich schlechtes Wetter abzeichnet, zeigen sich auch Banken in manchen Fällen plötzlich zugeknöpft.

Wie können sich Unternehmen in diesen Zeiten bestmöglich positionieren?

Ein allgemein guter Rat könnte sein, in den nächsten Monaten mehr Zeit für die Kreditbewilligung einzuplanen und möglichst offen zu kommunizieren. Das gilt auch für Immobilien und andere mit Sachwerten besicherte Kredite, denn auch die Finanzierung von Büros, Fertigungs- oder Lagerhallen könnte sich in rezessiven Zeiten kritischer gestalten als zuvor. Und wenn Zinsen und Baukosten gleichzeitig erheblich teurer werden, während andererseits die mittelfristige Profitabilität eines Unternehmens unsicherer erscheint, könnten auch Kredite verwehrt werden, die heute noch bereitwillig gewährt würden.

Ähnliches gilt für alle kurzfristigen Firmenkredite, die das laufende Geschäft oder Investitionen unterstützen sollen. Banken könnten innerhalb weniger Wochen den Appetit darauf verlieren. Zumindest die Zeitspanne, mit der Kreditzusagen bisher erfolgten, könnten sich ausdehnen, weil die Banken noch mehr Einzelheiten wissen wollen, Schwellenwerte verändern oder die interne Bewilligungsroutine erweitern.

Statt nun hektisch von Bank zu Bank zu laufen, gibt es Möglichkeiten, wie sich Unternehmen bereits im Vorhinein zusätzliche Finanzierungsspielräume sichern können, ohne dass später noch langwierige Anträge gestellt werden müssten.

Welche alternative Finanzierungslösungen gibt es für Unternehmer

Wer sich auf mögliche Veränderungen vorbereiten möchte, sollte sich mit CreditLine von TP24 beschäftigen. Unternehmen verbessern mit diesem Angebot ihre abrufbare Liquidität ähnlich flexibel wie bei einem Kontokorrentkredit.

Das Besondere: CreditLine stützt sich auf die Absicherung über das bestehende Debitorenbuch und bleibt dabei diskret im Hintergrund. Das bietet Unternehmen den Vorteil, dass der tatsächliche Rechnungsbestand im Mittelpunkt steht und nicht makroökonomische oder sektorgetriebene Risikoanalysen. Der verfügbare Kreditrahmen ist dadurch direkt durch den Geschäftsverlauf getrieben und passt sich flexibel dem aktuellen Bedarf an. Dadurch leistet CreditLine genau das, was in einem schwächeren Wirtschaftsklima die größte Hilfe sein kann: Die Kreditfazilität erhöht die unternehmerische Beweglichkeit, ohne dabei in das Tagesgeschäft einzugreifen.

Zudem begeben sich Kunden von TP24 mit CreditLine nicht in ein Korsett aus festgelegten Tilgungsrhythmen oder -fristen. Sie sichern sich lediglich eine frei abrufbare Kreditlinie, die sie nicht nutzen müssen, aber sofort nutzen können. CreditLine ist daher ein ideales Instrument zur Finanzierung von Umlaufvermögen, zur Verlängerung von Zahlungsfristen für gute Kunden oder zum Optimieren der Bilanz.

Wer in solch unruhigen Zeiten rechtzeitig vorsorgen möchte, sollte rechtzeitig mit uns über dieses einmalig flexible Instrument sprechen. Weitere Informationen zur Firma TP24, unserer Finanzierungslösung und Ihren Ansprechpartnern finden Sie hier.

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